03 Mrz

Niederösterreichische Fischseuchenübung

Eine Info von: Dr. Barbara Gleiß, Dr. Heinz Heistinger

Von 24.10.-04.11.2013 fand im Waldviertel die Niederösterreichische Fischseuchenübung 2013 statt. Übungsannahme war der Ausbruch einer Koi Herpesvirus-Infektion (KHV-I) in einem Karpfenteich. Als Übungsteich wurde ein Karpfenteich im Bezirk Zwettl ausgewählt (Gesundheitsstatus III – Risikoniveau gering gemäß AQK-SeuchenVO).

Beteiligt waren neben der Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle des Amtes der NÖ Landesregierung und der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, die Österreichische Tierärztekammer – Landesstelle Niederösterreich und das Österreichische Bundesheer sowie Fachreferenten.

27 Feb

Fisch-TGD

Die jährliche Produktionsmenge an Karpfen in Niederösterreich betrug auch 2013 wieder ca. 500 Tonnen.

Diese Menge wird in extensiver Teichwirtschaft auf 2800 Hektar Teichfläche erzeugt.

Für den Bereich Aquakultur erfolgt für ÖTGD-Fischzuchtbetriebe und den daran anschließenden Gewässern (Vorflutern) seit 16 Jahren ein veterinärmedizinisches Betreuungsprogramm.

Diese fachtierärztlich betreuten Betriebe erzeugen mittlerweile etwa 95% der österreichischen Gesamtjahresproduktion. Vor allem für die professionellen Aquakulturanlagen hat sich diese Einrichtung bewährt, da diese die Spitze einer Produktionspyramide darstellen.

Gesetzliche Grundlage dieser fachtierärztlichen Betreuung sind …

Die Aquakulturrichtlinie der EU (RL 91/67/EWG)

… welche national seit 1. Oktober 2009 als AQUAKULTURSEUCHENVERORDNUNG umgesetzt ist.

Diese Verordnung beinhaltet Gesundheits- und Hygienevorschriften für Tiere in Aquakultur und Aquakulturerzeugnisse sowie Vorschriften zur Verhütung und Bekämpfung bestimmter Wassertierkrankheiten. Ziel der Verordnung ist es, die Gesundheit der Wassertiere zu verbessern, Fisch- und Krebskrankheiten zu vermeiden und den Handel zu vereinheitlichen. Die Aquakulturbetriebe wurden und werden je nach Betätigungsfeld von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde genehmigt oder registriert. Die gesetzlich vorgeschriebene Eigenkontrolle erfolgt durch fachlich geschulte NÖTGD-Tierärzte.