27 Feb

Fisch-TGD

Die jährliche Produktionsmenge an Karpfen in Niederösterreich betrug auch 2013 wieder ca. 500 Tonnen.

Diese Menge wird in extensiver Teichwirtschaft auf 2800 Hektar Teichfläche erzeugt.

Für den Bereich Aquakultur erfolgt für ÖTGD-Fischzuchtbetriebe und den daran anschließenden Gewässern (Vorflutern) seit 16 Jahren ein veterinärmedizinisches Betreuungsprogramm.

Diese fachtierärztlich betreuten Betriebe erzeugen mittlerweile etwa 95% der österreichischen Gesamtjahresproduktion. Vor allem für die professionellen Aquakulturanlagen hat sich diese Einrichtung bewährt, da diese die Spitze einer Produktionspyramide darstellen.

Gesetzliche Grundlage dieser fachtierärztlichen Betreuung sind …

Die Aquakulturrichtlinie der EU (RL 91/67/EWG)

… welche national seit 1. Oktober 2009 als AQUAKULTURSEUCHENVERORDNUNG umgesetzt ist.

Diese Verordnung beinhaltet Gesundheits- und Hygienevorschriften für Tiere in Aquakultur und Aquakulturerzeugnisse sowie Vorschriften zur Verhütung und Bekämpfung bestimmter Wassertierkrankheiten. Ziel der Verordnung ist es, die Gesundheit der Wassertiere zu verbessern, Fisch- und Krebskrankheiten zu vermeiden und den Handel zu vereinheitlichen. Die Aquakulturbetriebe wurden und werden je nach Betätigungsfeld von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde genehmigt oder registriert. Die gesetzlich vorgeschriebene Eigenkontrolle erfolgt durch fachlich geschulte NÖTGD-Tierärzte.

Das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz 2006

Seit 1999 ist der Fischgesundheitsdienst von den Zuchtverbänden beauftragt in den Schlacht- und Zerlegebetrieben produkt- und produktionshygienische Qualitätskontrollen gem. aktuellem Österreichischem Lebensmittelrecht durchzuführen und den Fischzüchtern zu helfen, die hohe Qualität ihrer Speisefischprodukte zu sichern.

Die seit 2006 geltenden gesetzlichen Vorgaben des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz wurden dabei in ein GHP- System eingearbeitet.

Das Bundestierschutzgesetz 2006 und seine fischspezifischen Verordnungen

Das Tiertransportgesetz 2007

Die Landesfischereigesetzgebung

 

Das Routineprogramm in den vom Fischgesundheitsdienst betreuten Betrieben umfasst veterinärmedizinische Untersuchungen und Pathosektionen sowie chemische und physikalische Wasseranalysen.

Weiters werden für jeden Betrieb individuelle Vorsorgeprogramme (Impfprogramme/Untersuchungsprogramme) zur Vermeidung eventueller (infektiöser und nicht infektiöser) Krankheiten während der kritischen Zeiten des Umsetzens und/oder Überwinterns durchgeführt.